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:: Pfarrkirche Heilig Kreuz

Architektur und Baugeschichte

Kirche Heilig Kreuz Die wohl aus dem Mittelalter stammende Kapelle in Bruchweiler machte kurz nach der Wende zum 19. Jahrhundert einen heruntergekommenen Eindruck. Bereits 1804 und in verschärfter Form in einem Bericht der Kirchenmeisterstube des Bistums Straßburg 1808 wurde der schlechte Zustand angeprangert. 1821 äußerte erstmals der Fabrikrat der Pfarrei Bundenthal gegenüber dem Bischöflichen Ordinariat in Speyer den Wunsch nach einer neuen Kirche? In der Angelegenheit tat sich nichts, vielmehr verfiel die alte Kirche weiter, so dass laut einem Schreiben von 1826 das Gebäude eher einem Stall denn einer Kirche ähnlich gewesen sei. In diesem in Bauakten des 19. Jahrhunderts häufiger anzutreffenden Vergleich - beispielsweise wird so die mittelalterliche Jakobuskirche in Schifferstadts bezeichnet - wird die Einschätzung mittelalterlicher Formen durch einen klassizistisch geschulten Architekten oder Baubeamten deutlich. Das Kirchlein besass einen mächtigen Turm, dessen Grundfläche nur unwesentlich kleiner als die Hälfte des Kirchenschiffes war.

Vor allem der Turm wurde in einem Schreiben des Landkommissariates Pirmasens als baufällig bezeichnet: Kirche Heilig Kreuz "Das Kirchlein zu Bruchweiler, eine Filiale der katholischen Pfarrei Bundenthal, ist baufällig und steht so drohend da, dass jeden Tag sein Einsturz und Unglück für die Darübergehenden (sic) zu fürchten ist". Von der Gemeinde wird entweder die Errichtung eines neuen Kirchturms oder, sollten die Geldmittel hierzu nicht ausreichen, der Abriss des mittelalterlichen Bauwerks verlangt. Der Gemeinderat befürchtet, dass bei einem Abriss des Kirchturms auf lange Zeit kein Neubau mehr zustande kommt, ferner betrachtet er es als unschicklich, an die alte Kirche einen neuen Turm anzufügen. Gleichzeitig wird betont, dass für einen Kirchenneubau zu wenig Geld vorhanden sei. Man solle deswegen den alten Turm nochmals reparieren. Das Landkommissariat unterbreitete 1824 der Regierung in Speyer den Vorschlag, einen Baubeamten nach Bruchweiler zu senden und ein Gutachten vorzulegen. Stiftungs- und Kommunalbauinspektor Friedrich Samuel Schwarze befindet sich jedoch gerade auf einer Dienstreise in den Kantonen Kirchheim, Göllheim und Grünstadt und kann deswegen nicht in das "weit abgelegene" Bruchweiler reisen. Dennoch macht er aus seiner allgemeinen Erfahrung heraus einige Vorschläge. Die Gefahr, dass der Turm einstürzen könne, sieht er nicht unmittelbar gegeben, aber er warnt ausdrücklich davor, den derzeitigen baulichen Zustand noch länger zu belassen: "... in dem obersten hölzernen Teil, worauf, da der Thurm sehr breit ist, eine sehr ungeschickte plumpe, wenn ich nicht irre, mit Ziegel gedeckte Spitze steht. Wenigstens seit 1820 ist die eine Seite des hölzernen Fachwerks schon ganz heruntergefallen, so dass die Last der schweren Turmspitze allein auf den drei Seiten der hölzernen Wände ruht, an welchen das Holz schon überall schadhaft und faul ist". Mehr dazu in der Jubiläumsfestschrift


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